Hallo zusammen, ich hatte die Sozialbehörde bezüglich der Regelungen während der Pandemie und speziell während der Ausgangssperren angeschrieben, hier die wichtigsten Antworten in Auszügen:
Mitarbeiter in der Obdachlosenhilfe
Zum Kreis der Obdachlosenhilfe zählen sowohl professionell tätige als auch ehrenamtlich engagierte Akteure . Für die professionell Tätigen ist es z.B. durch einen Dienstausweis problemlos, die berufliche Tätigkeit nach 21 Uhr nachzuweisen. Für ehrenamtlich Tätige würde ich eine formlose Bescheinigung der Organisation, für die man sich engagiert, empfehlen.
Gemeinsamer Aufenthalt
Gruppen von Obdach-/Wohnungslosen können als Haushalt angesehen werden, was etwa bei gemeinsamen Aufenthalten in der Öffentlichkeit sehr wichtig ist. Neben dem gemeinsamen Nächtigen (oft besteht der Wunsch zur gemeinsamen Unterbringung, die ausdrücklich auch zulässig ist) kann dies auch den Besuch von Einrichtungen betreffen, bei dem diese “Haushalte“ dann untereinander nämlich nicht die Abstandsgebote wahren müssen (und etwa an einem gemeinsamen Tisch sitzen können).
Abstandsgebot
Die Verordnung erlaubt, dass der Abstand unterschritten wird, wenn das erforderlich ist, um die Versorgung sicherzustellen. Diese ist gegenüber dem Abstandsgebot höher zu gewichten, wenn auf andere Weise die Versorgung sonst nicht sichergestellt ist. Diese Regelung gilt auch, aber nicht nur für obdachlose Menschen – beispielsweise bezieht sie sich auch auf notwendige Assistenzkräfte, pflegerische oder medizinische Hilfe, usw.
Kontakterfassung
Eine Aufnahme in die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe ist auch dann gestattet, wenn obdach-/wohnungslose Menschen nicht alle personenbezogenen Daten preisgeben wollen. Denn hier gibt es eine Ersatz-Lösung in §28 Abs.2, die auch Pseudonyme zulässt: