Mahnwache für Obdachlose


 

Wir trauern um 13 sinnlose Tote auf Hamburgs Straßen

 

13 Tote sind 13 zu viel, es reicht!

 

Mit einer täglichen Mahnwache auf dem Gerhard-Hauptmann-Platz (jeweils von 12°° bis 18°°) wollen wir der Verstorbenen der letzten Wochen gedenken und an die Sozialbehörde appellieren, umgehend die Einzelunterbringung massiv zu erweitern.

 

 

Seit Beginn der Wintersaison sind bereits 13 Obdachlose auf Hamburgs Straßen verstorben.

 

Die Sozialbehörde verweigert trotz mehrerer Petitionen und Anträge die Einzelunterbringung im Winternotprogramm. Zur Begründung gibt die Behörde genug freie Kapazitäten in den Sammelunterkünften an. Aber abgesehen von mehreren Fällen der Abweisungen in den Unterkünften wegen Überbelegung gibt es schwerwiegende Gründe, warum die aktuelle Form der Sammelunterbringung ungeeignet ist und viele Obdachlose den nächtlichen Aufenthalt auf der Straße vorziehen:

 

-  es kommt immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen untereinander, die „Bewohner/innen“ können nicht ausreichend geschützt werden

- viele Obdachlose leiden unter psychischen Belastungen, die ihnen einen Aufenthalt dort unmöglich machen

- Tiere, die oft die einzigen „Vertrauten“ der Obdachlosen sind, dürfen nicht mitgenommen werden, daher wird ein Aufenthalt auf der Straße vorgezogen

- die Bewohner/innen haben keine Möglichkeit, Hygienevorschriften und Abstände einzuhalten und deshalb teilweise große Angst vor (Corona-) Ansteckunge-

- es herrschen teilweise unzumutbare hygienische Zustände (Ungeziefer, Ansteckungen), die Mitarbeiter/innen sind überfordert

- häufig kommt es zu Diebstählen unter den Bewohnern

- aufgrund der Unruhe in den Unterkünften haben die Bewohner/innen keine Chance, ein wenig zur Ruhe zu kommen.-

- die Bewohner/innen müssen die Tage bei jeder Wetterlage im Freien verbringen

 

 Die von privaten Initiativen finanzierten und organisierten Hotelunterbringungen haben deutliche Erfolge gezeigt

  

- die Untergebrachten konnten sich persönlich stabilisieren

- der Gesundheitszustand verbesserte sich erheblich

- sie waren in der Lage, die geforderten Hygienevorschriften umzusetzen

- einige wurden so sicher, dass sie sich eine eigene Wohnung oder sogar eine Arbeit suchen konnten.

 

Wir fordern:

   Unterbringung von Obdachlosen in Einzel-, maximal Zweibettzimmern

  eine Aufenthaltsmöglichkeit auch tagsüber

  eine regelmäßige Betreuung / Unterstützung durch (Straßen-) Sozialarbeiter/innen

 

Neben den direkten Vorteilen für die Betroffenen bringt eine derartige Unterbringung auch Entlastung für die Hotellerie und die Kosten liegen unter den für eine Massenunterbringung.

 

 - ein erster kleiner richtige Schritt wurde  mit der Unterbringung von 35 Personen schon gemacht –